Jugend und das Wort Gottes

Die biblischen Perspektiven

Es ist schön, dass uns das Wort Gottes als Inspiration und Motivation gegeben ist. In ihm können wir die Korrektur und einen Wegweiser für unsere Arbeit finden. Wertvoll ist es, dass wir mit dem Wort Gottes bereits vertraut sind, so müssen wir uns nicht bei den Allgemeinheiten und Einführungen aufhalten, sondern können sofort zu den wesentlichen Einzelheiten übergehen. Ebenso wie wir unter uns genügend gute Kommunikation, Absprache und Information in der Arbeit mit der Jugend brauchen, so ist auch die kontinuierliche Kommunikation mit dem Wort Gottes wertvoll und wichtig.

Jakob

Wenn wir die Bibel in die Hand nehmen und zu blättern anfangen, können wir zunächst bei der Gestalt des Patriarchen Jakob verbleiben, der offensichtlich ein Jugendlicher war in jenem Augenblick, als er, nachdem er die Verbindungen mit der eigenen Familie abgebrochen hatte, sich auf seinen eigenen Lebensweg begab. Da tritt er zum ersten Mal in den persönlichen Kontakt mit Gott. Er ist ein junger Mann, der seinen Bruder und seinen Vater betrogen hat und der auf der Flucht ist, weil sein Bruder ihm nach dem Leben trachtet (Gen 27,41). Bekannterweise begegnet er Gott im Traum (Gen 28,12) – in jenem Teil menschlicher Erfahrung, wo Phantasie und Unterbewusstsein wirken, die in der Kindheit und der Jugendzeit ein wichtiger Faktor im persönlichen Leben sind.

Jakob legt am nächsten Morgen ganz bewusst sein Gelübde ab, das ungewöhnlich ist, weil er es an Bedingungen gegenüber Gott knüpft. Inhaltlich bleibt das Gelübde sehr radikal, weil Jakob dadurch seine existentielle Sicherheit Gott anvertraut (Gen 28,20–22).

Mose

Mose, die zentrale Gestalt der Geschichte des Volkes Gottes, beginnt seine Jugend, nachdem er bei der Mutter aufgewachsen ist und gemäß der Absprache in die ägyptische Königsfamilie gegeben wurde. So fängt der Reifeprozess des Knaben Mose im Zusammentreffen und in der Schnittstelle zweier Kulturen an. Er tritt in das große Reich mit einer langen Tradition und langen Geschichte ein. Obwohl er als Mitglied der Herrscherfamilie angenommen ist, identifiziert er sich ausdrücklich mit seinem Volk, mit den eingewanderten Hebräern, die "seine Brüder" sind (Ex 2,11). Es ist bekannt, dass die Jugendlichen sich gern mit einer größeren Gruppe identifizieren und sich innerlich einem Clan, Fan-Club oder einer Bewegung zugehörig fühlen.

Es ist wichtig für den jungen Mose zu betonen, wie er auf die Ungerechtigkeit entschlossen reagiert und mit demselben Maßstab vergilt. Als er gesehen hat, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug, "schlägt" er ebenso zurück (so das Hebräische Original Ex 2,12). Als Folge davon wird auch diesem jungen Menschen Mord angedroht. Das Oberhaupt der Familie, der Pharao, der durch die Adoption Moses Großvater ist, droht an ihn zu töten und so beginnt Mose seine Selbständigkeit ähnlich wie Jakob auf der Flucht. Auf diesem Weg wird sich noch einmal seine Bereitschaft zeigen zu helfen und die Angegriffenen zu retten, als er die Töchter Jitros vor der Grobheit der Hirten schützt. Dabei schreibt ihm die Heilige Schrift das Schlüsselwort zu, das sein Lebenswerk bezeichnen wird: Mose "rettet" (jaša' Ex 2,17).

Josua

Josua ist für die Betrachtung der Jugend in der Bibel besonders interessant. Er wird bereits im Exodusbuch beschrieben. Noch sehr jung also erhält er den ersten Auftrag aufzubrechen und den Kampf gegen den universalen Urfeind Amalek zu führen (Ex 17,9). Dieser Bericht bezeugt einerseits die gewöhnliche Offenheit junger Menschen für das Absolute und ihre Ausrichtung auf eine radikale und kompromisslose Lebensstrategie. Auf der anderen Seite ist für die Jugendlichen spezifisch, dass sie kämpferisch sind und dass sie leicht eine Auseinandersetzung durch einen Angriff zu lösen versuchen. Vor Betrachtung und Überlegung steht die Aktion im Vordergrund.

Josua wird dabei großes Vertrauen entgegengebracht: Er soll die Mitstreiter auswählen, er leitet den Kampf. Der Kampf ist anstrengend, weil er lang ist, er dauert den ganzen Tag (Ex 17,12). Josua genießt zugleich die väterliche Begleitung Moses, der als Erwachsener und Älterer in der Höhe ist – die Übersicht hat – und der in der bekannten Szene mit den erhobenen Händen betet (Ex 17,11). Der besondere Weg Josuas führt in die unmittelbare Nähe des großen Meisters auch auf dem Weg der göttlichen Offenbarung (Ex 24,13), wo eigentlich anderen der Zutritt untersagt ist. Ein kontemplatives Element und typisches Interesse der Jugend für ein verlängertes Verweilen in der Nähe Gottes zeigt sich dadurch, dass der junge Josua sich im Offenbarungszelt, wo Mose von Zeit zu Zeit mit Gott spricht, ständig aufhält (Ex 33,11).

Die jugendliche Neigung zur Fehleinschätzung zeigt sich bei Josua als er beim Hinuntersteigen vom Berg die Klänge der Feier um das Goldene Kalb fälschlich als Kampfgeschrei deutet (Ex 32,17) und als er für die Ungehorsamen, die sich nicht sofort dem Gebot unterwerfen, eine schwere und radikale Strafe erwartet. Trotzdem bezeugt sein Lebenswerk, dass Josua jenes ausgeführt und vollendet hat, was "dem Alten" nicht gelungen ist: Er hat das Volk Gottes in das gelobte Land hinein geführt.

Die Schwester Moses

In der Betrachtung dieser ersten biblischen Berichte müssen wir uns auf jeden Fall auch bei der Schwester von Mose aufhalten, die aufmerksam und mutig ihren kleinen Bruder begleitet, der in einem Korb im Nil ausgesetzt wurde. Ohne zu zögern wagt sie in den Dialog mit den Personen aus der höchsten gesellschaftlichen Herrscherschicht einzutreten. Der bekannte Vorschlag, den sie macht, ist klug und wertvoll (Ex 2,7): Nicht nur dass ihr Bruder entgegen der pharaonischen Anordnung vom Tod gerettet wird, er wird sogar seine erste Kindheit bei seiner Mutter verbringen, die noch zusätzlich dafür einen Lohn erhält. Das Mädchen ist mutig und sehr praktisch veranlagt.

Samuel

Der berühmte Bericht über die Berufung des jungen Samuel bestätigt die häufige Erfahrung auch der Jugendlichen von heute, dass man ausgerechnet beim Heiligtum, beim Altar und beim Priester, erlebt, was Gott uns sagen will und so den eigenen Lebensweg entdeckt. In der Kirche, als Ministranten und Helfende bei der Liturgie haben viele ihre geistliche Berufung gespürt. Samuel ist in seiner Jugendzeit, d. h. er ist nicht mehr bei der Familie, er hört allein den Ruf. Die Bibel beschreibt ihn mit demselben Wort na'ar – "Junge/Knabe" (1 Sam 3,1), mit dem auch Josua im Offenbarungszelt (Ex 33) gekennzeichnet ist und Jeremia sich selbst beim berühmten Berufungserlebnis benennt (Jer 1). Anders als Jakob hört Samuel die Stimme Gottes zum ersten Mal nicht im Traum, aber die Nacht bleibt jene Gegebenheit, bei dem dem Menschen seine innere Erfahrung näher ist, die Empfindungen und Erlebnisse stärker wirken.

Für den jungen Samuel ist die Unterweisung entscheidend, die er vom alten Priester erhält, der eigentlich in seiner Erzieherfunktion gegenüber den Nachfolgern gescheitert ist, verurteilt und verworfen wird. Trotzdem klärt ausgerechnet dieser alte Eli Samuel über seine Identität auf (1 Sam 3,9): Auf den Hinweis Elis hin stellt sich Samuel vor Gott als Gottes Knecht ("dein Diener hört") – auch Samuel ist der berühmte 'ebed Jahwe. Eli unterweist ihn über die rechte Einstellung des Hörens vor Gott, und schließlich offenbart Eli Samuel den heiligen Gottesnamen יהוה , den dieser zunächst noch nicht aussprechen wird (vgl. 1 Sam 3,9.10 – hebräisch).

Der Bericht über Samuel weist auf die pädagogische Beständigkeit Gottes, seine Geduld und Ausdauer hin. Einmal wird er rufen und dann noch einmal und danach noch zum dritten und vierten Mal. Wie oft haben wir uns schon überzeugt, dass man Jugendliche ständig und ohne aufzugeben einladen soll? Wir alle mögen es eingeladen zu werden. Das Benehmen Samuels und sein dreifaches Rennen zu Eli bestätigt zusätzlich, dass in der Jugendzeit Missverständnisse und falsche Vorstellen normal sind.

Der letzte und vierte Ruf Gottes, der an Samuel ergeht, weist außerdem auf das intensive Erleben eines Jugendlichen hin. Gott "kam hin und trat (an den Jungen) heran" (1 Sam 3,10). Es ist ein greifbares Ankommen, das der Offenheit und der Suche einer jungen Seele nach lebendiger Erfahrung der Gegenwart Gottes entspricht, die etwa in den beliebten, großen Taize-Treffen mit langen Zeiten des Stillschweigens und des Gebetes bezeugt wird.

Die Braut

Eine wichtige jugendliche Erfahrung bringt die Heilige Schrift mit der Gestalt der Braut im Hohen Lied. Es handelt sich um eine junge Person, ein Mädchen, das von der Liebe und Sehnsucht nach ihrem Geliebten durchdrungen und getragen wird. Das ist eine typische Erfahrung auch für die Jugendlichen von heute. Sie kommen zu kirchlichen Begegnungen  nicht der Veranstalter und der Inhalte wegen, sondern weil sie sich gegenseitig angezogen fühlen.

Die Heilige Schrift stellt klar, dass in der Liebe nicht überall Rosen blühen und nicht alles rosarot glänzt. Die Braut macht vielfaches Leiden durch. Zunächst ist es ihr innerer Schmerz und ihre Unzufriedenheit aufgrund erfolgloser Suche nach dem Bräutigam. Es gibt außerdem den Schmerz einhergehend mit dem Gefühl der Verliebtheit und Liebe selbst, den sie wiederholt als ihre "Krankheit" beschreibt (Hld 2,5; 5,8). Das konkrete und reale Leiden erlebt sie zunächst seitens ihrer Brüder, ihrer Nächsten, die sie missbrauchen, indem sie sie zwingen für sie zu arbeiten, wobei sie Eigenes vernachlässigt (Hld 1,6). Die Gemeinschaft der Jungfrauen Jerusalems, die sonst ihre wertvollen Beraterinnen und Gesprächspartnerinnen sind, werden im entscheidenden Moment zu Versucherinnen, die ihre Liebe in Frage stellen und ihr andere jungen Männer "anbieten" (Hld 5,9). Die Stadtwächter schließlich deren Aufgabe es ist zu wachen und beschützen, greifen sie an, verwunden und entblößen sie (Hld 5,7) in jener Szene, die nicht selten als echte Vergewaltigung gedeutet wird.

In der Begegnung mit dem Geliebten ist sich die Braut ihrer selbst bewusst, sie weiß um ihren Wert und ihre Bedeutung (Hld 2,1). Sie merkt sich seine Worte. Die berühmte, schöne Einladung, die auch vertont ist: "Steh auf, meine Freundin" (Hld 2,10) ging offensichtlich tief in ihr Herz hinein, denn sie zitiert diese Worte im Gedicht.

Elihu

Elihu ist ein junger Mann, wie er selbst bestätigt (Ijob 32,6), der das Gespräch Ijobs und seiner Freunde verfolgt und ihnen zuhört. Eigentlich ist er unbekannt und auch noch keine bewährte Persönlichkeit, aber er springt ein, ergreift das Wort und kritisiert die Teilnehmer des Gesprächs. Dieser Junge spricht ohne Einladung als ein selbstsicherer Beschützer der Würde Gottes (Ijob 32–37). Mit seinem Auftreten ist er eine Warnung vor dem Fanatismus und der Unausgeglichenheit, die beim jugendlichen Eifer für Gott und für den Glauben anzutreffen sind.

Das Ergebnis von Elihus Auftritt ist – unverhüllt – keines. Die lange Rede bleibt ohne Frucht. Elihu bringt keinen Dialog zustande, er kommt nicht mit den anderen ins Gespräch. Auch Gott selbst, der Ijob belehrt, lobt und rehabilitiert (Ijob 38–42) und seine Freunde ihrer Redeweise wegen tadelt (Ijob 42,7), reagiert auf die Worte Elihus nicht.

Kluge und törichte Jungfrauen

Wenn man über die Jugend und über die Jugendlichen in der Heiligen Schrift redet, kann man im Neuen Testament sofort den Blick auf Jesu Belehrung der klugen und törichten Jungfrauen richten (Mt 25,1–12). Es sind junge Frauen, Mädchen. Sie sind beisammen, sie sind zusammen bei ihrer Aufgabe und verständlicherweise mögen sie das Beisammensein. Das Gleichnis Jesu verweist auf den Wunsch junger Menschen eine wichtige Rolle zu haben. Man kann sich gut vorstellen, dass die Jungfrauen sich gern herrichten und schön machen – sie warten doch auf den Bräutigam, sie gehen zu einer Hochzeit. Das Bild aus dem Evangelium bestätigt ebenso die wohlbekannte Erfahrung, dass Jugendliche gern bis tief in die Nacht hinein in Aktion sind.

Diese Geschichte weist auch den für Jugendliche typischen Unterschied auf: die einen sind bereit, die anderen nicht. Bei unvorhergesehen langem Warten und Mangel antworten die Klugen klug, mit klarer Berechnung – und grob (Mt 25,9). Das ist ein Merkmal, das bei der Jugend leicht zu finden ist. Die anderen aber kamen unbesorgt daher, sie gingen "auf gut Glück" – "wenn's geht, geht's". Im betreffenden Augenblick verlangen sie ebenso ungehemmt, ohne Zögerung und ohne ängstliches Verantwortungsgefühl das Öl für ihre Lampen als ob es selbstverständlich wäre, dass sie ein Recht darauf haben und dass sie es bekommen werden (Mt 25,8). Die einen wie die anderen – das ganze Bild weißt auf die Tatsache hin, dass Jugend kein Selbstzweck ist. Man soll zum Hochzeitsmahl kommen.

Zwei Söhne

Die einzigartige und weltberühmte Lehre Christi von den zwei Söhnen weist in der Betrachtung der Jugend auf die schwierige Aufgabe des Erwachsenwerdens hin. Der jüngere Sohn setzt sich durch. Er verlangt das Seine, drängt sich dabei vor den Älteren. Er geht weg vom Haus, wird "auf die Schnelle" selbständig (Lk 15,13). Ungehemmt sucht er, dass man ihm gibt, was er will. Am Ende wird der Vater ihm entgegen hinausgehen müssen, um ihn wieder ins Vaterhaus aufzunehmen (Lk 15,20).

Der ältere Sohn ist ständig da, will nicht weggehen und sich endlich selbständig machen. Er erklärt sich selbst zum Diener, zum Knecht im Haus ("ich diene dir" Lk 15,29). Er wartet darauf, dass er bekommt, was er sich wünscht, um mit den Freunden ein Fest zu feiern. Auch ihm entgegen muss der Vater hinausgehen, um ihn zu ermuntern und seine Rolle zu klären:
"Alles, was mein ist, ist auch dein und mein Sohn ist dein Bruder!"

Der reiche Mann vor Christus

Wenn wir über die Jugendlichen in der Bibel reden, dann ist der programmatische Bericht über den reichen Mann unumgänglich, der auf den Meister Jesus mit einer wichtigen Frage und einem großen Wunsch zukommt. Im Unterschied zu den Lehren und Gleichnissen Jesu ist uns diese Szene näher und lieber, weil sie ein Ereignis aus seinem Leben darstellt. Das Matthäusevangelium bezeugt, dass es sich dabei um einen Jugendlichen, einen jungen Mann handelt (νεανισκος Mt 19,20). Er ist ein treffendes Beispiel für die Jugend. Er zielt auf große Dinge ab und sucht das Unbegrenzte: "das ewige Leben" (Mt 20,16). Er hat ein Ideal und einen Zweck, für den er sich einsetzen möchte, um ihn mit eigenen Kräften zu erreichen. Er hat auch sein eigenes Programm, Regeln, an die er sich hält. Nicht selten treffen wir auf junge Menschen, die mehr oder weniger eine ausgearbeitete Lebensphilosophie haben – sehr oft der Tradition entgegengesetzt. Mit dem Jungen im Evangelium steht es anders: er kennt und bewahrt die Gebote, das Grundgesetz des erwählten Volkes (Mt 19,20).

Jesus verweist ihn jedoch von Anfang an auf Gott, der einzig gut ist (Mk 10,18), und macht ihn später darauf aufmerksam, dass ihm das Eine fehlt (10,21). Könnte es Gott selbst sein, der Eine, Gute, der vor und über allen menschlichen Unternehmungen und der Beachtung der Regeln steht? Hat der junge Mann seine Ideale ohne Gott aufgebaut, nach menschlichem Maß? Auf jeden Fall war seine Freiheit durch die vielen Güter belastet und trotz des liebenden Blickes Christi ging er weg (Mk 10,21f). Heutzutage haben die Jugendlichen in der Regel sehr viel zur Verfügung an Sachen und Aktivitäten: ihre Aufmerksamkeit ist auf den Rechner, Mobiltelefon und Fernsehen gerichtet. Das Geld interessiert sie. Sie werden von Alkohol, Drogen und Geschlechtlichkeit angezogen. Neben der Schule sind sie mit der Musik, Sport und Sprachen beschäftigt. Die Gefahr ist offensichtlich, dass ihnen das Wesentliche entgeht, dass ihnen das Wichtigste fehlt, dass für sie Gott unbekannt und fremd oder auf der Ebene eines Märchens und einer Illusion bleibt.

Der heilige Paulus

Im Neuen Testament findet sich jedoch als leuchtender Wendepunkt der junge Saul oder Saulus als Beweis, dass die Umkehr möglich ist – obwohl er dem Mord am Diakon Stephanus zugestimmt hat (Apg 8,1), sodass er wohl auch dies als Stachel in seinem Fleisch tragen wird (2 Kor 12,7). Umkehren soll er davon, dass er die anderen verfolgt, quält und dabei glaubt Gott zu dienen. Jesus wirft ihn bekanntlich durch seine Offenbarung zu Boden. Oft ist die Zeit der Jugend durch radikale Einstellungen und subjektiv spektakuläre Wenden gekennzeichnet. Etwas davon gibt es auch in der berühmten Umkehr des Ignatius von Loyola.

29. 07. 2010

N. Bilić SJ – T. Pietsch